Historische Stadtfahne


Nachdem der Brauch des Fahnenschwenkens Mitte des vorigen Jahrhunderts besonders gepflegt worden war, konnte er nicht in das 20. Jahrhundert hinüber gerettet werden. Grenadiermajor Theo Pütz wollte diese Tradition wieder aufleben lassen und stiftete dem Korps 1939 eine neue Schwenkfahne. Sie wurde während der Parade von Schützenkönig Robert Lonnes dem Grenadierkorps übergeben. Schon am darauffolgenden Tag, dem Schützenfestmontag 1939, brach das Schützenfest in sich zusammen, weil die Mehrzahl der Schützen zum Kriegsdienst gerufen wurde.
WIe alle anderen Fahnen des Neusser Grenadierkorps ging auch diese Schwenkfahne verloren. Diese Fahne, welche Major THeo Pütz mit anderen Gegenständen des Korps in Verwahrung hatte, wurde von den amerikanischen Soldaten bei Plünderungen geraubt und als Kriefsbeute nach Amerika mitgenommen.

Mitte 1987 meldete sich das Ehepaar Steudle aus Los Angeles von einem Besuch in Frankfurt in Neuss und bot die Übergabe einer "historischen Stadtfahne" an, die sodann im Juni 1987 der damalige Bürgermeister Hermann-Josef Dusend und Museumsdirektor Dr. Max Tauch am Obertor übernahmen. Recht bald stellte sich anhand von Bilddokumenten heraus, dass es sich dabei um die veloren gegangene Schwenkfahne des Jahres 1939 handelte. Das Foto im Buch "Bürger- und Bürgerssöhne" von Joseph Lange zeigt den Fahnenschwenker Josef Küppers bei der Parade im Jahr 1939. Das Neusser Grenadierkorps überließ diese Originalfahne als Dauerleihgabe dem Clemens-Sels-Museum und der damals amtierennde Grenadiermajor Dr. Heyens ließ je eine Kopie als Schwenk- und als Tragefahne für sein Korps anfertigen. Die Kopien der Fahnen wurden von der Neusser Malerien Gisela Kast originaltreu angefertigt. Das Originaltuch wurde im Rahmen der Einweihung des Schützendenkmals am 13. Juni 1987 wieder in das Eigentum des Neusser Grenadierkorps übernommen.



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